Wie erkenne ich ein Burnout?

Unser Körper zeigt uns rechtzeitig und deutlich wenn es in Richtung Burnout geht. Allerdings müssen wir wissen welche Zeichen uns der Körper gibt – wann es also Zeit ist etwas zu ändern.

Das Problem ist, dass ein Burnout schleichend beginnt. Bedeutet „wir wachsen hinein“ und gewöhnen uns leider an den Zustand. Anfangs ist es noch recht einfach die sich zu Beginn zerstörende innere Balance wieder aufzufangen. Nimmt man die ersten Alarmzeichen des Körpers nicht wahr, verpasst man die Chance zurück ins Gleichgewicht zu gelangen und rauscht mit zunehmendem Tempo ins Burnout.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht von 12 möglichen Burnout-Stufen:

  1. Bounout in der Stufe 1: Wir müssen uns beweisen
    Wir erledigen unserer Arbeit sehr motiviert und haben Spaß an ihr. Wir überschätzen uns dabei jedoch und nehmen die eigenen Bedürfnisse nicht mehr wahr.
  2. Bounout in der Stufe 2: Noch mehr Einsatz
    Wir stecken noch mehr Power in unsere Arbeit da wir unseren Ansprüchen gerecht werden möchten. Wir haben das Bedürfnis unentbehrlich zu sein. Dadurch werden immer weniger Aufgaben abgegeben – wir wollen alles selbst erledigen.
  3. Bounout in der Stufe 3: Vernachlässigung eigener Bedürfnisse
    Wir nehmen unser Bedürfnis nach Ruhe, Schlaf und Erholung immer weniger wahr. Auch sexuelle Bedürfnisse nehmen ab. Häufig greifen wir zu Alkohol, Nikotin und Kaffee.
  4. Bounout in der Stufe 4: Wir verdrängen Konflikte und Bedürfnisse
    Um weiter Leistung bringen zu können überhören wir die Bedürfnisse unseres Körpers. Wir werden unpünktlich, vergesslich und es schleichen sich Fehler ein.
  5. Bounout in der Stufe 5: Werte und Beziehungen im Wandel
    Wir vernachlässigen alte Grundsätze, Menschen in unserem Umfeld werden zur Belastung, unsere Wahrnehmung wird unsensibler und stumpft ab. Meist entstehen Probleme in der Beziehung.
  6. Bounout in der Stufe 6: Probleme werden vertuscht
    Wir verdrängen die in den vorigen Phasen entstandenen Probleme. Wir fühlen uns unverstanden und gehen nur noch ungern zur Arbeit. Körperliche Beschwerden und ein Abfall der Leistungsfähigkeit machen sich bemerkbar.
  7. Bounout in der Stufe 7: Rückzug
    Wir fühlen uns orientierungslos – teilweise hoffnungslos. Unser soziales Umfeld überfordert uns – wir ziehen uns zurück. Ersatzbefriedigungen wie Alkohol, Essen, Sex oder Medikamente nehmen zu.
  8. Bounout in der Stufe 8: Veränderung des Verhaltens
    Unser Denken und Handeln wird unflexibel und empfindlich. Unsere Kritikfähigkeit nimmt ab – gut gemeinte Worte werden als Angriff wahrgenommen. Wir ziehen uns immer weiter zurück.
  9. Bounout in der Stufe 9: Entfremdung und maschinelles Funktionieren
    Wir arbeiten, leben und funktionieren nur noch wie eine Maschine. Ein Gefühl von innerem Abgestorben sein breitet sich aus. Wir fühlen uns entfremdet.
  10. Bounout in der Stufe 10: Innere Leere macht sich breit
    Wir bewältigen unseren Alltag mutlos und erschöpft. Häufig leiden Menschen in dieser Phase unter Panikattacken und Ängsten. Die zunehmenden Probleme werden durch unüberlegte und übertriebene Einkäufe, durch Fressorgien und exzessivem Sex verdrängt.
  11. Bounout in der Stufe 11: Depression
    Wir sind verzweifelt, niedergeschlagen und fühlen uns am Ende. Spätestens jetzt kommen Selbstmordgedanken auf.
  12. Bounout in der Stufe 12: Burnout letzte Phase
    Unsere anhaltende physische und psychische Müdigkeit lähmt uns und gefährdet unser Leben: Unser Immunsystem ist nicht mehr Leistungsfähig. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Magen-Darm-Leiden nehmen erheblich zu. Wir neigen zum Selbstmord.